Aus im Niederrheinpokal
Für unsere Mannschaft gab es in der ersten Runde des Niederrheinpokals nichts zu holen. Beim Regionalligisten Rot Weiß Oberhausen unterlag das Team um Keeper Ahmed Kulalic am Mittwochabend mit 0:4.
Dass es beim klassenhöheren Gegner eine schwere Aufgabe werden würde, war von Beginn an klar und so versuchte unsere Mannschaft defensiv stabil zu stehen, verdichtete das Mittelfeld um den Spielfluss der Hausherren zu stören. Doch der Gastgeber aus Oberhausen Übernahme schnell die Spielkontrolle; der Ball lief sicher durch die Reihe und man setzte unser Team, das nach Ballgewinnen versuchte mit langen Bällen in die Spitze gefährlich zu werden, von Anfang an unter Druck. Doch zuerst hielt die Abwehr unserer Mannschaft den Oberhausener Angriffen stand. Bis zur 24. Minute. Nach einem über rechts vorgetragenen Angriff der Hausherren, nahm Yannik Möker aus gut 18 Metern Maß und traf zur 1:0 Führung in den Knick. Und nur drei Minuten später erhöhte Kerim Yalcin nach einer Ecke auf 2:0. Unsere Mannschaft schaffte es nicht, nach Ballgewinnen gefährlich umzuschalten und so kamen die Hausherren mit dem Halbzeitpfiff sogar noch zum 3:0 durch Burinyuy Nyudine.
Trainer Dimitrios Papas wechselte zu Beginn der zweiten Halbzeit. Mit Elvis Fioklu-Toulan und Milot Ademi kamen für Matthias Tietz und Ayman Jalti frische Kräfte. Doch am Spielgeschehen änderte sich wenig. Travis Helmut Casper Anton De Jong stellte in der 48. Minute gar auf 4:0, ehe unser Team in der Folgezeit ein wenig besser ins Spiel fand, doch die Angriffsbemühungen blieben oft im Ansatz stecken; zu dominant und spielbestimmend blieb RWO. FCK-Keeper Ahmed Kulalic konnte sich gleich mehrfach auszeichnen, indem er gute Einschussmöglichkeiten der Hausherren vereitelte; Milot Ademi hatte dann in der 71 und 81. Minute mit Fernschüssen zwei gute Abschlüsse, doch beide Versuche gingen knapp am Tor der Hausherren vorbei. In den verbleibenden Minuten passierte dann nichts mehr Nennenswertes, sodass am Ende eine 0:4 Niederlage auf der Anzeigetafel stand.
„Das Spiel gegen Oberhausen hat eigentlich so begonnen, wie wir es uns vorgestellt und auch erwartet hatten. Wir wussten, dass Oberhausen viel Ballbesitz haben würde. Unser Plan war deshalb, die Räume eng zu machen und kompakt zu stehen. Das ist uns über weite Strecken auch gut gelungen. Zwar kamen immer wieder gefährliche Aktionen in unseren Sechzehner, aber bis zum 1:0 haben wir nicht allzu viel zugelassen. Dass wir selbst kaum Ballbesitz und nur wenig Entlastung haben würden, war uns bewusst. Oberhausen hatte deutlich mehr vom Spiel und die Führung war letztlich auch verdient. Das 1:0 fällt allerdings durch einen Fernschuss, bei dem wir nicht viel machen können. Beim 2:0 bekommen wir das Gegentor nach einem Standard, genau solche Situationen wollten wir eigentlich vermeiden. Trotzdem haben wir die Räume weiterhin gut zugemacht. Das unnötige 3:0 kurz vor der Halbzeit war dann leider fast schon der Genickstoß. Wenn wir mit einem 2:0 in die Pause gehen, bleibt das Spiel offen. Dann kann immer mal ein Tor fallen, vielleicht rutscht einer aus oder wir bekommen eine unserer wenigen Möglichkeiten. So aber war die Aufgabe in der zweiten Halbzeit natürlich noch schwieriger. Oberhausen hat dann einen Gang zurückgeschaltet und durchgewechselt. Für uns war das gesamte Spiel trotzdem ein gutes Erlebnis. Wir wussten, dass es in Oberhausen sehr schwer werden würde und dass dort wahrscheinlich nicht viel zu holen sein wird. Den Jungs kann ich keinen Vorwurf machen. Sie haben bis zur letzten Minute gekämpft und alles auf dem Platz gelassen. Genau diese Einstellung ist es, die wir mitnehmen wollen. Jetzt heißt es, das Erlebnis mitzunehmen, daraus zu lernen und den Fokus wieder voll auf die Saison zu richten.“
